Günther Uecker
Biografie Günther Uecker
Günther Uecker ist ein deutscher Maler und Objektkünstler von internationalem Rang. Bekannt wurde er vor allem mit seinen reliefartigen Nagelbildern. Ein Teil seiner künstlerischen Objekte kann der kinetischen Kunst zugeordnet werden.
Weitere Infos: Günther Uecker bei Wikipedia
Biografische Angaben zum Maler und Objektkünstler Günther Uecker
| 1930 |
Geboren am 13. März in Wendorf/Mecklenburg Aufgewachsen auf der Halbinsel Wustrow beginnt er in der damaligen DDR eine Lehre als Maler und Reklamegestalter |
| 1949-1953 | Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst in Wismar |
| 1953 | Wechselt nach Ostberlin über und lässt sich als einer der ersten "Hausbesetzer" in einem Raum des ehemaligen Reichssozialgerichts nieder |
| 1955-1957 | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok. Figurative und abstrakte Holzschnitte, Fingermalereien |
| 1957 | Lernt Yves Klein, Heinz Mack und Otto Piene kennen. Erste Nagelbilder |
| 1959-1960 | Lichtfelder, Tastobjekte und erste sich drehende Lichtscheiben |
| 1961 | Günther Uecker stößt zur Gruppe ZERO, erste Lichtplantage, Lichttheater |
| 1962 | Erste Übernagelungen von Gebrauchsgegenständen |
| 1964 |
Benagelung eines Klaviers im Pianohaus Kohl, Gelsenkirchen. ZERO-Präsentation auf der Documenta 2. Aufenthalt und Ausstellungsbeteiligung in New York |
| 1966 | ZERO geht auseinander. Beteiligung an der Documenta 4 in Kassel. Filmduell Gegenprojektion mit Mommartz |
| 1969 | Erste Sandspiralen |
| 1973-1974 | "Manuelle Reihungen". Reise nach Asien. Aktionen in der Libyschen Wüste |
| 1976 | Bühnenbild und Figurinen zu Richard Wagners Oper "Parsifal" für das Staatstheater Stuttgart |
| 1977 | Wandrelief für die UNO in Genf. Teilnahme an der Documenta 6 |
| 1979 |
Bühnenbild zu Richard Wagners Oper "Lohengrin" für die Festspiele Bayreuth. Errichtung eines "Regentors" in Winterthur/Schweiz |
| 1981 | "Bildrituale" mit Rolf Schroeter, Zürich. Aufenthalt in der Sahara, Aquarelle und Collagen "Wüstenfunde" |
| 1983 | Verleihung des Kaiserrings der Stadt Goslar. Installation und begleitendes Manifest zum Thema "Die Gefährdung des Menschen durch den Menschen" |
| 1984 | Reise durch die Navajo-Reservate, Arizona/USA und Untersuchungen zur Geschichte der Indianer. Reisen durch Russland, Sibirien und die Mongolei |
| 1985 | Bundesverdienstkreuz 1. Klasse "für die eigenständige Entwicklung eines künstlerischen Ausdrucks, der im In- und Ausland Anerkennung gefunden hat" |
| 1986 | "Röhrenballett", Choreografie von Günther Uecker in der Ausstellung "Die Maler und das Theater des 20. Jahrhunderts" in der Schirnkunsthalle in Frankfurt. Unter dem Eindruck der Katastrophe von Tschernobyl entstehen "Aschebilder" |
| 1990 | Erste Ausstellung nach den Montagsdemonstrationen 1989 in Leipzig |
| 1992 | Teilnahme an der Großdemonstration gegen Fremdenhass und Gewalt in Berlin. "Weiße Strukturbilder", "Malerische Handlungen" |
| 1993 | Werkportrait "Der geschundene Mensch" (14 Befriedete Gerätschaften und 120 Aggressionswörter) |
| 1997 | Reisen nach Mexiko City und Hot Springs/Dakota/USA. Veröffentlichung des Buches "Archäologie des Reisens - ein anderer Blick auf Uecker" |
| 1998 | Gestaltung des Andachtsraumes im Reichstagsgebäude Berlin. Medaille von Masowien, Warschau, Polen, in Anerkennung der hervorragenden Verdienste auf dem Gebiet der deutsch-polnischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kultur |
| 2000 |
"Verletzungen Verbindungen" Günther Uecker zum 70. Geburtstag in Schloss Rheinsberg. 14 Kreuze für die Ausstellung "Lost Paradise - Kunst und sakraler Raum", Aegidikirche Hannover. Aufnahme in den Orden "Pour le mérite" für Wissenschaft und Künste |
| 2001 | "Kultur - Schaffung oder Abschaffung von Grenzen": Podiumsdiskussion mit Dr. Michel Friedmann, Dr. Gregor Gysi, Professor Josef-Karl Kuschel, Moderation Karl Grass |
| 2002 | Mahnmal "Fall" in der Ausstellung "Kulturverlust" im Deutschen Nationaltheater Weimar. Günther Uecker lebt und arbeitet in Düsseldorf |
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